Teil 5 – Praktische Tipps rund um die Social Media Guidelines

Praktische Tipps rund um den Aufbau und die Einflussfaktoren für eine Social Media Guidelines helfen Unternehmen, dass Thema Social Media Guidelines besser zu verstehen. Einige Publikationen, die sich bereits mit Social Media Guidelines intensiver auseinander setzten, kommen zu dem Ergebnis, dass eine jede Social Media Guidelines diese wichtigen Kernpunkte erfüllen sollte [1]:

  • Ehrlichkeit
  • Offenheit fördern
  • Potentielle Reichweite einer unternehmensrelevanten Äußerung
  • Eigene Meinung klarstellen
  • Copyright
  • Aktiv korrigieren
  • Abgrenzung zwischen beruflicher & privater Meinung
  • Eigenverantwortung
  • Transparenz
  • Kenntlichmachung einer privaten Meinung
  • Einhaltung gesetzlicher Vorgaben
  • Betriebsrat
  • Verbreitung unternehmensschädlicher Äußerungen
  • Respekt

Der Autor Felix Beilharz verweist in seinem Artikel über eine Social Media Guidelines [2] auf folgende Elemente und folgenden Aufbau einer Social Media Guidelines, die man in sehr vielen Social Media Guidelines wiederfindet:

  • Einleitung
  • Gewünschte Ziele für die Aktivitäten im Social Web und in Social Media
  • Gewünschtes Image und gewünschte Reputation des Unternehmens im Social Web und in Social Media
  • Empfehlungen für das gewünschte Verhalten der Mitarbeiter/innen im Social Web und in Social Media
  • Erlaubte und nicht-erlaubte Nutzung von Social Web und Social Media am Arbeitsplatz
  • Rechtliche Einschränkungen
  • Ansprechperson und Zeitraum der Gültigkeit

Praktische Tipps rund um die Social Media Guidelines

Im Aufbau und Einflussfaktoren für eine Social Media Guidelines wurde der Punkt — Beispiele — für das bessere Verständnis seitens der Mitarbeiter/innen aufgeführt. Praktische Tipps helfen doch sehr oft weiter. Deswegen folgen hier weitere praktische Tipps rund um die Social Media Guidelines.

Daimler postuliert in seiner Social Media Guidelines 1o Tipps für seine Mitarbeiter/innen [3], woraus ich einige beispielsweise erwähne:

  1. Es geht immer um Konversation.
  2. Achten Sie auf Qualität.
  3. Berichtigen Sie eigene Fehler.
  4. Seien Sie auch als Privatperson professionell.

Das Fraunhofer Institut legt seinen Mitarbeitern/innen in seiner Nettikette für Social Media diese 5 praktischen Tipps nah [4]:

  1. Nehmen Sie am Dialog teil
  2. Geben Sie Fehler zu
  3. Respektieren Sie Wettbewerber und Kritiker
  4. Kommunizieren Sie offen und ehrlich
  5. Bieten Sie Mehrwert

Der Blogger Tim Krischak nennt weitere zahlreiche Tipps rund um die Social Media Guidelines [5]. Zu guter Letzt meint Dr. Tobias Gostomzyk, welcher in seiner Art als Jurist tätig ist, zu (grundsätzlich) sinnvollen Social Media Guidelines folgendes:

“Die Social Media Guidelines soll[t]en nicht überfrachtet werden. Wenn es um praktischen Nutzen geht, dürfen sie nicht [wesentlich] komplexer sein als die zehn Gebote. Auch ein hohes Maß an Anschaulichkeit ist ratsam, die Richtlinien sollten plastische Beispiele enthalten, um das Bewusstsein der Mitarbeiter zu schärfen. Zusätzlich soll[t]en begleitende Schulungen die Vorstellungen des Unternehmens im Umgang mit dem Web 2.0 vermitteln.” [6]

Zusammenfassung für Teil 5 – Praktische Tipps rund um die Social Media Guidelines

Wer möchte sich freiwillig Regeln unterwerfen? Regeln, die in der Abwesenheit erstellt worden und ohne vorherige Information ab Tag der Veröffentlichung rechtswirksam sind? Wahrscheinlich werden dies sehr wenige sein. Wenn Unternehmen ihre Social Media Guidelines in ihr Unternehmen einführen und etablieren wollen, gilt es ein planvolles Vorgehen anzuwenden [7]. Ziel ist die zeitnahe Akzeptanz, wofür die flankierenden Prozesse rund um eine Social Media Guidelines unterstützend oder hemmend sein können [8]. Deswegen kommt der Einführung der eigenen Social Media Guidelines eine sehr wichtige Bedeutung zu, wie der Artikel von F. Beilharz [2] treffend hinweist.

Quellennachweise

[1] Social Media Magazin – Die erste Social Media Zeitung für Marketing, Marktforschung und PR | Heft Nr. 03-2010 | Social Media Guidelines … denn sie wissen nicht, was sie tun | S. 44f
[2] Warum Social-Media-Guidelines Sinn machen | Stand: 28.2.2013
[3] Daimler AG – Social Media Leitfaden [.pdf] | Stand: 28.2.2013
[4] Fraunhofer – Social Media Guidelines | Stand: 14.8.2013
[5] Social Media Guidelines – gut vermittelt | Stand: 28.2.2013
[6] Social Media Guidelines – Mehr als nur ein Knigge für’s Web 2.0 | Stand: 28.2.2013
[7] Teil 2 – Ein Entwicklungsmodell für eine Social Media Guidelines
[8] Teil 3 – Flankierende Prozesse einer Social Media Guidelines

Author: Ralph Scholze

Der Autor Ralph Scholze schreibt vorwiegend über die Themen Social Media, Facebook, Twitter, Google+ und das Blog. Speziell über strategische Themen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) berichtet er. Zahlreiche Tipps ergänzen die Artikel.

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