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Twitter – Eine Herausforderung für Unternehmen

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Twitter ist weder die weltberühmte “eierlegende Wollmichsau” für sämtliche Social Media-Aktivitäten noch ein “Buch mit sieben Siegeln”, sondern ein “blauer, rasender, plaudernder Vogel” [1]. Jedoch kann dieser Mix auf diesem sozialen Online-Netzwerk für Unternehmen herausfordernd sein. Wie auf der stürmischen See kann der falsche Kurs die Überfahrt zu einer Tortur werden lassen. Ein markanter Unterschied zu Twitter besteht. Unternehmen können auf dieser Social Media-Plattform direkt nach Hilfe (unter den Hashtag #FollowerPower) fragen und sie erhalten welche. Natürlich ist die Forderung einfach zu stellen: “Dafür sollten Unternehmen umdenken!”. Dagegen könnte die Sichtweise stehen, dass Unternehmen, die nach Hilfe in diesem sozialen Online-Netzwerk bzw. Social Media fragen, keine Kompetenz besitzen. Unternehmern sollten darüber intern kommunizieren und extern eine klare Position vertreten.

Twitter – Die Phase der Vorbereitung

Selbstverständlich können Unternehmen einfach mal los, wie “in die stürmische See”, auf Twitter starten. Genauso können sie vorab ihren Start auf dieser Social Media-Plattform vorbereiten und planen. Bevor man Twitter als Kommunikationskanal für sein Unternehmen aufbaut, sollte eine Social Media Guidelines eingeführt werden [2]. Sinnvoll für Unternehmen sind beispielsweise folgende Fragen zu beantworten:

  • Soll für den Anfang ein geschützter oder ein öffentlicher Account angelegt und genutzt werden [3]?
  • Wer ist die Ansprechperson auf Twitter für das Unternehmen?
  • Wofür soll dieses soziale Online-Netzwerk im Kommunikations- und Marketing-Mix (Mono- vs. Dialog) des Unternehmens eingesetzt werden?
  • Welche Kompetenzen und Freiräume werden dem Twitter-Team seitens des Managements intern eingeräumt?

Damit einher gehen zahlreiche Veränderungen in der Unternehmenskommunikation, worauf sich ein Unternehmen einstellen sollte. Hier rückt das Thema Enterprise 2.0 in den Scheinwerfer. Wenn Unternehmen auf dieser Social Media-Plattform im Sinne von Dialog aktiv sind, dann bringt dies sehr wenig, die erhaltenen Anregungen im “Getriebe des Alltags” innerhalb des Unternehmen versickern zu lassen.

Praktische Aufgaben für einen Corporate Twitter-Account

Ich werde keine Corporate Twitter-Accounts als Beispiele hier veröffentlichen. Dafür eine Art Checkliste, welche sinnvollen Punkte erfüllt sein sollten:

  • Profilbild – Logo des Unternehmens
  • Hintergrundbild – Ansprechperson/en mit Bild und Abkürzung des Namens (z. Bsp. Ralph Scholze – ^rs)
  • Jeder Tweet sollte eine Abkürzung von der Person, die den Tweet veröffentlicht hat, versehen sein (z. Bsp. ^rs)
  • Username – sollte durch Twitter verifiziert sein
  • Twitter-Bio – sollte bezogen auf das Unternehmen ausgefüllt sein und einen Link zum Impressum für deutsche Unternehmen aufweisen !!!

Twitter und das Zeitmanagement

Insbesondere für mittelständische Unternehmen und Ein-Mann bzw. Eine-Frau-Unternehmen kann der Kurznachrichten-Dienst sehr viel Zeit beanspruchen [4]. Damit meine ich einmal die Zeit der Eingewöhnung mit dieser Social Media-Plattform. Sprich, wie funktioniert dieser Kurznachrichten-Dienst allgemein und speziell die zahlreichen Tools rund um die Organisation der eigenen Twitter-Aktivitäten. Weiterhin meine ich dann den “Alltag auf Twitter”. Gerade dieser kann so verlockend wie “die Sirenen auf der See für die Seefahrer” sein. Die Nachrichten und Informationen rauschen gerade auf dieser Social Media-Plattform so schnell, so dass man manchmal nicht mehr davon los kommt. Deswegen ist eine Strategie und ein geordnetes Zeitmanagement für Twitter sehr hilfreich. Insbesondere, wenn Unternehmen aktives Beziehungsmarketing betreiben, spielt das Zeitmanagement für den Aufbau von Vertrauen auf Twitter [5] eine bedeutende Rolle, um den Blick von möglichen Megafonen auf das eigene Unternehmen zu lenken [6].

Twitter – Ein kommunikatives Chaos?

Twitter ist weder ein “heiliger Raum” noch ein “Raum voller Chaos”. Fehler können passieren. Dafür wäre eine “Kultur der genehmigten Fehler” im Unternehmen sinnvoll. Gerade am Anfang können Unternehmen auf Grund fehlender Erfahrungen einige Fehler beim Aufbau von Follower passieren. Wie Unternehmen beim Aufbau von Follower auf Twitter die “Klippen der Fehler umschiffen” können, darüber schreibt die Bloggerin Malu Schäfer-Salecker [7]. Vor allem auf Twitter die “Ruhe zu bewahren” finde ich sehr empfehlenswert für Unternehmen, da niemand im voraus sagen kann, wie aktiv ein Team hinter einen Twitter-Account letztendlich sein wird.

Twitter – Sollen Unternehmen pausenlos twittern?

Ein Artikel setzt sich mit dem Thema auseinander, wie oft man auf dieser Social Media-Plattform aktiv sein sollte. Für Unternehmen kann dieser Artikel “Twitterformel: Wie oft Sie was twittern sollten” [8] als sinnvoller Anhaltspunkt dienen. Letztendlich entwickelt sich der Dialog in diesem sozialen Online-Netzwerk durch die Interaktionen beinah von allein.

“Danach teilen sich die Tweets wie folgt auf: 25% sollten originale Inhalte von Unternehmen selbst sein. Weitere 25% echte Konversation – also Antworten, Danksagungen, Grüße, Fragen. Den größten Anteil sollten die Retweets ausmachen – mit 35%. Die restlichen 15% entfallen auf das Teilen von Fremdinhalten, etwa aus Blogs, die man liest.” [8]

Twitter – ”Ein Land voller Abkürzungen”

Gerade die Zeichenbegrenzung von 14o pro Tweet kann für die Online-PR eines Unternehmens sehr herausfordernd werden. Diesem Thema widmet sich der Blogartikel von Birgit Schultz mit dem Thema: “Wie textet man für Twitter?” [9]. Im ersten Moment möge dieser Blogartikel irritierend sein, jedoch vermittelt er sehr hilfreiche praktische Tipps für diesen Kurznachrichten-Dienst.

Twitter und das Recht

Das Recht darf unter den Herausforderungen auch für diese Social Media-Plattform nicht fehlen, wie der lesenswerte Artikel von Martin Weigert verdeutlicht [10]. Somit ist wohl Twitter und das Recht eine notwendige Herausforderung für Unternehmen.

In diese selbe Rubrik gehört die Frage für Unternehmen:

Wem gehören die Follower, wenn die Person das Unternehmen verlässt, die den Twitter-Account betreut hat?

Eine weitere rechtliche Herausforderung für Unternehmen auf Twitter ist der Schutz der Privatsphäre des Twitter-Teams. Unweigerlich hinterlässt man auf dieser Social Media-Plattform seine Spuren, die das eigene Online-Image und im Laufe der Zeit die eigene Online-Reputation prägt. Eine Frage, die immer mehr an Bedeutung gewinnen wird und teilweise an mich schon heran getragen wurde.

Zusammenfassung für Twitter – Eine Herausforderung für Unternehmen

Höchstwahrscheinlich wird jedes Unternehmen seine ganz eigenen Herausforderungen mit und auf Twitter erleben. Genauso höchstwahrscheinlich wird man einige Äußerungen hören, dass Twitter doch von allen Unternehmen im Jahre 2o13 verstanden wird, denn dieser Kurznachrichten-Dienst existiert bereits mehr als 7 Jahre: Ob die 7 Jahre in Social Media wie bei den Hunden gezählt werden, ist mir unbekannt. Jedoch sind 7 Jahre in Social Media wohl eine Ewigkeit. Damit könnte man meinen, Twitter-Tipps für Unternehmen sind obsolet. Beispiele zeigen noch (!) ein anderes Bild [11].

Damit der Start auf Twitter ein geringes Wagnis ist, kann die folgende Übersicht [12] hilfreich sein:

  1. Unternehmen sollten Ziel(e), Inhalte und sprachlichen Stil des Twitterkanals festlegen,
  2. Unternehmen sollten ein Twitter-Team zusammenstellen und regelmäßig Schulung durchführen,
  3. Unternehmen sollten für Twitter eine Art “Geschäftszeiten” festlegen und veröffentlichen,
  4. Unternehmen sollten Tools und Dienste auswählen sowie notwendige technische (externe) Unterstützung einkaufen,
  5. Unternehmen sollten Quellen für außergewöhnliche, interessante Inhalte vor allem intern recherchieren,
  6. Unternehmen sollten ihren Twitter-Kanal einrichten und bekannt machen sowie interessanten Leuten folgen,
  7. Unternehmen sollten an die Erfolgsmessung für ihre Twitter-Aktivitäten denken und dafür sinnvolle Monitoring-Tools auswählen.

Sinnvoll finde ich für Unternehmen, wenn sie die Möglichkeiten zum Experimentieren auf dem Kurznachrichten-Dienst nutzen. Ob ein Experiment allgemein oder speziell für das Unternehmen sinnvoll ist, wird wohl die Praxis zeigen. Ein Beispiel wäre die Hervorhebung eines ganz bestimmten Tweets [13] oder die Verwendung der Listen [14]. Wofür Unternehmen diese Listen verwenden können, verdeutlicht dieser Blogartikel [15].

Letztendlich gilt noch diese Herausforderung für Unternehmen auf Twitter:

Das Engagement auf Twitter, sollte wie die weiteren Social Media-Aktivitäten, einen nachhaltigen und nachweisbaren Beitrag zum Unternehmenserfolg liefern.

Dafür schrieb ich diesen Blogartikel. Für den Alltag auf Twitter.

Und welche Herausforderungen erleben Sie und Ihr Unternehmen auf Twitter? Schreiben Sie mir diese!

Quellennachweise

[1] Twitter — ein blauer, rasender, plaudernder Vogel?
[2] Teil 7 – Social Media Guidelines als Bestandteil des strategischen Managements
[3] Twitter – Öffentlicher vs. geschützter Account
[4] Ein Jahr Twitter: Mein ERFAHRUNGSBERICHT — @webpixelkonsum
[5] Tipp des Monats 11/12 – Twitter und Vertrauen | Stand: 4.4.2013
[6] Konzept der Megafone für das Social Web
[7] Tipp des Monats 8/12 – Twitterfollower-Aufbau | Stand: 4.4.2013
[8] Twitterformel: Wie oft Sie was twittern sollten | Stand: 4.4.2013
[9] Wie textet man für Twitter? Storytelling mit unter 140 Zeichen | Stand: 4.4.2013
[10] EINBETTEN VON TWEETS: Twitter sägt am Urheberrecht | Stand: 4.4.2013
[11] Wie Deutschlands Energieriesen bei Twitter versagen | Stand: 4.4.2013
[12] Corporate Twitter zum Ausdrucken & Abhaken | Stand: 4.4.2013
[13] Der eingesprungene Tweetberger | Stand: 4.4.2013
[14] Twitter im Alltag – Chaos vs. Ordnung
[15] Twitter — Wofür Unternehmen Listen auf Twitter nutzen können

Author: Ralph Scholze

Der Autor Ralph Scholze schreibt über die Themen Social Media und Social-Media-Marketing für Unternehmen. Dabei fokussiert er sich auf Twitter, Facebook und das Corporate Blog sowie auf das Content Marketing. In seinen Artikeln stellt er Trends und zahlreiche Tipps für den Social-Media-Alltag vor.

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