Twitter 2015 | webpixelkonsum — Konzepte für Online-Strategien

Ein perfekter Tweet auf #Twitter und warum ich davon nix halte

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Bedeutung?

Ein perfekter Tweet auf Twitter kann für Unternehmen und Marken ein lohnendes Ziel sein. Jedenfalls verweisen zahlreiche Artikel auf den perfekten Tweet auf Twitter:

  • “So sieht der perfekte Tweet aus” [1],
  • “Wie du den perfekten Tweet in 6 Schritten schreibst” [2],
  • “Der PERFEKTE #Tweet: So sieht er aus (Bitte retweeten)” [3],
  • “11 + 1 Tipps für den perfekten Tweet” [4].

Befolge man all diese Tipps, müssten auf Twitter nur noch perfekte Tweets vorzufinden sein. Natürlich müsse man wissen, wozu ein perfekter Tweet dient. Ein Tweet von Unternehmen und Marken verfolgt das Ziel die eigene Reichweite zu vergrößern und Aufmerksamkeit zu erzeugen. Am Besten erreicht wird dieses Ziel, wenn der Tweet geretweetet wird. Durch eigene Erfahrung weiß ich, dass ein Tweet immer eine sportliche Herausforderung bleibt. Zu viele Einflussfaktoren spielen eine entscheidende Rolle. Mein bisher “perfekte” Tweet mit den meisten Retweets ist der folgende Tweet:

Im Gegensatz zu einem Tweet, welcher die Tipps aus den obigen Artikeln realisierte:

Jetzt steht oben ” … perfekter Tweet auf Twitter und warum ich davon nix halte.”. Folgendes aktuelles Beispiel stelle ich vor meiner Antwort:

Analysieren wir kurz diesen Tweet:

  1. der Twitter-Account ist nicht verifiziert [5],
  2. die Anzahl der Zeichen sind nicht rund 100, sondern 137,
  3. der Tweet besitzt keinen Link,
  4. im Tweet findet sich kein Hashtag [6],
  5. dieser Tweet besitzt kein Bild [7],
  6. in diesem Tweet wird auf keinen anderen Twitter-Account verwiesen.

Da dieser Tweet die Anforderungen für einen “perfekten Tweet” nicht erfüllt, dürfte dieser Tweet so viral gar nicht werden. Dennoch besitzt er über 10.000 Retweets und über 18.000 Favoriten. Von solchen “nicht perfekten” Tweets existieren zahlreiche. Merkwürdigerweise werden davon einige sehr viral.

In dem Artikel: “Ausführliche aktuelle Twitter Studie mit vielen Erkenntnissen für bessere #Twitter Strategie” [8] stellt eine Twitter Studie noch weitere Kriterien vor, welche Einfluss auf die Viralität von einem Tweet besitzen. Zum Teil kann ich diese aus meiner Erfahrung auf Twitter, die seit August 2012 anhält, bestätigen. Demnach hat das Image und die Reputation (“weiche Faktoren“) eines Twitter Accounts positiven Einfluss. Beides muss man sich erarbeiten, bevor die Zahlen nach oben schnellen (“harte Fakten“).

Zusammenfassung für: “Ein perfekter Tweet auf Twitter und warum ich davon nix halte”

Ein perfekter Tweet existiert für mich nicht, aber Kriterien für einen viralen Tweet. Folgende Abbildung [9] gibt dafür reichlich Tipps, auch wenn in dem Titel ebenfalls “perfect” steht:

Perfect Tweet Social tip by neomobile | webpixelkonsum — Konzepte für Online-Strategien

Quelle: Perfect Tweet Social tip by neomobile

Wie denken Sie über den perfekten Tweet? Welche Kriterien setzen Sie an einen Tweet, damit Sie diesen retweeten? Schreiben Sie mir Ihre Erfahrung und Meinung als E-Mail oder in einen Kommentar!

Twittertipp 19 — Rhythmus auf Twitter | webpixelkonsum — Konzepte für Online-Strategien

Quellennachweise

[1] So sieht der perfekte Tweet aus | Stand 13.1.2015
[2] Wie du den perfekten Tweet in 6 Schritten schreibst | Stand 13.1.2015
[3] Der PERFEKTE #Tweet: So sieht er aus (Bitte retweeten) | Stand 13.1.2015
[4] 11 + 1 Tipps für den perfekten Tweet | Stand 13.1.2015
[5] Twitter und seine verifizierten Accounts — Der Fall Barack Obama
[6] Hashtag – Was bist Du? Was bringst Du mir?
[7] Twitter Bilder — Diese neuen Funktionen läuten einen Wandel ein
[8] Ausführliche aktuelle Twitter Studie mit vielen Erkenntnissen für bessere Twitter Strategie
[9] Tips and Tricks for a perfect Tweet [Infograpic] | Stand 13.1.2015

Author: Ralph Scholze

Der Autor Ralph Scholze schreibt über die spannenden Themen Social Media und Social-Media-Marketing für Unternehmen. Dabei fokussiert er sich auf Twitter, Facebook, Google+ und das Corporate Blog sowie auf das Content Marketing und das Hashtag. In seinen Artikeln stellt er Trends und zahlreiche Tipps für den Social-Media-Alltag vor.

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Kommentare (10)

  1. Hallo Frau Wernicke,

    danke für Ihren Kommentar.
    Helfen Sie mir auf die Sprünge!
    Was meinen Sie mit Ihre Aussage: “…, ich verstehe ihren anspruch nicht”?

    Beste Grüße

    Ralph

  2. Hallo Ralph,

    das mit dem “perfekt” ist immer so eine Sache. Ich denke die entsprechenden Beiträge werden eher mit dem Attribut perfekt geschmückt. Bei den meisten Artikeln geht es meiner Erfahrung nach darum, Twitterern nahezulegen, wie sie einen Tweet aufbauen können, damit er eine bessere Chance bekommt, retweetet oder gar viral zu werden.

    Letztlich wird wohl jeder seine eigene Vorstellung davon haben, welche Tweets er retweetet und welche eher nicht. Was mich allerdings an dem “Gefasel” vom perfekten Tweet stört, ist der Fakt, dass manche sich bemüßigt fühlen, mit allen Mitteln einen perfekten Tweet zu liefern. So geschehen bei #Schneegida, wo “clevere” Marketer Tweets mit Werbung, perfekten Werbebildchen und dem Hashtag #Schneegida versehen haben, der in keinem Zusammenhang mit dem Inhalt des Tweets stand.

    Also das mit dem “perfekten” Tweet ist definitiv übertrieben. Aber es gibt doch ein paar nützliche Hinweise zum Aufbau, die es anderen Twitterern erleichtern, zu retweeten.

    Viele Grüße
    Heiner

  3. Hallo Heiner,

    ich danke Dir für Deinen Kommentar.
    Ich bemerke, dass wir eine ähnliche Meinung über den “perfekten” Tweet besitzen.
    Du hast Recht:

    Bei den meisten Artikeln geht es meiner Erfahrung nach darum, Twitterern nahezulegen, wie sie einen Tweet aufbauen können, damit er eine bessere Chance bekommt, retweetet oder gar viral zu werden.“.

    Wenn man dies so betrachtet, dann bieten diese Hinweise meiner Meinung nach hilfreiche Tipps für einen Tweet. Jedoch haben diese Hinweise den Beigeschmack mehr für Unternehmen und Marken dienlich zu sein als für private Twitteratis. Diese Gegenfrage stellt sich mir: Wieso muss ich als privater Twitterati einen “perfekten” Tweet für viele Retweets und Favoriten auf Twitter publizieren?

    Beste Grüße

    Ralph

  4. Pingback: Aus dem Twitterland - Twitter in KW 3, 2015

  5. Hallo Herr Scholze,

    Heiner Tenz und Sie haben es in Ihren Kommentaren wunderbar erläutert. Es geht um hilfreiche Tipps – v. a. für Neueinsteiger – zur Orientierung, was ein Tweet enthalten und wie er aufgebaut werden kann. Da ich ein Corporate Blog betreibe, sind meine Blogbeiträge für Unternehmen gedacht. Und ja, “perfekt” schmückt aus SEO-Sicht meinen von Ihnen dankenswerterweise verlinkten Blogbeitrag.

    Zu Ihrer Frage im Kommentarfeld: Warum sollte ich als Privatperson den “perfekten” Tweet schreiben?
    Für private Twitterati, deren Ziel es ist, sich auszutauschen und mit Freunden/Bekannten in Kontakt zu bleiben, spielen solche Aufbau-/Viralitätsüberlegungen m. E. n. keine Rolle. Anders sieht es aus, wenn diese Privatperson sich bspw. zum Ziel gesetzt hat, sich als attraktiver Arbeitnehmer zu positionieren. Dann kann es hilfreich für sein Personal Branding sein, die Basics zu kennen und für seine Ziele/Zielgruppe passend seine eigene Tweetkompositionen zu entwickeln.

    Herzlichen Gruß aus Limburg
    Manuela Seubert

  6. Hallo Frau Seubert,

    ich danke Ihnen für Ihre Antwort und Ihren interessanten Aspekt des “Personal Branding“.
    Dies trifft vor allem dann zu, wenn diese Person in Social Media arbeiten will ;)

    Ihnen ein schönen Frühlingsanfang nach Limburg wünschend

    Ralph Scholze

  7. Hallo Herr Scholze,

    ich bin über Fr. Faltmann auf diesen Beitrag gestoßen und bin froh, auf den Link geklicjt zu haben.

    Mir gehen diese ewigen “So schreibst Du den perfekten Blog/facebook/twitter/*”-Tipps auch ziemlich auf die Nerven, denn sie sind eigentlich keinen Pfennig wert. Ihre Beispiele zeigen sehr deutlich: das Schiff-Bild hat enormen Interesse gezeigt, ist also perfekt. Und hat zu Ihrem Thema im Kontext webpixelkonsum so herzlich wenig bewegt.

    Ist nicht Originalität und – natürlich – auch Effekt das, was Interesse erzeugt? Und wenn alle Tweets “nach allen Regeln der Kunst” perfekt wären – wäre Twitter dann nicht sterbenslangweilig und es wäre sehr viel erstrebenswerter, alles andere als Perfekt zu sein?

    Es stimmt eben irgendwo doch: content is king!
    Interessiert mich ein Thema, springt mir ein Bild ins Auge oder verspricht ein Tweet mir einen Link auf Informationen, die mir von Nutzen sind, klicke ich. Wenn nicht, nicht.

    Die Form ist eigentlich nicht wirklich entscheidend, solange man inhaltlich hervorsticht. Über die Nachhaltigkeit von Aufmerksamkeit bei mangelnde Qualität der Inhalte muß ich sicher nicht weiter dozieren ;-)

    Wir versuchen zur Zeit mit ganz guten Erfolg, völlig ohne Werbung, nur über Twitter und unser Blog bzw. unsere Webseiten Kunden zu gewinnen. Und das erste, was wir in der Regel noch Kunden hören ist: Eure Doku ist so super verständlich und hat mir etwas gebracht, daß ich auch mal die Software ausprobieren wollte.

    Content ist King, nicht, was so genannte Social Media Experten über den Aufbau eines perfekten Tweets sagen. Fünfhebige Jamben machen einen Gedicht nicht automatisch spannend oder ansprechend.

  8. Hallo Herr Tuchel,

    für Ihre ausführliche und kurzweilige Antwort danke ich Ihnen herzlich.

    Bekanntlich “isst das Auge mit”, was Sie hiermit bekräftigen: “Die Form ist eigentlich nicht wirklich entscheidend, solange man inhaltlich hervorsticht.“.
    Wichtig meiner Meinung ist im Laufe der Zeit seinen Stil zu finden; sowohl in der Form als auch inhaltlich.

    Beste Grüße

    Ralph Scholze

    P:S.: Danke für die Auffrischung meines Wissens bzgl. “Fünfhebige Jamben …“. Dieses Wissen “lag verstaubt in der Ecke” ;)

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