Zuerst solltest Du für Deine Orientierung wissen, dass das Thema — Kennzahlen für Social Media — sehr spannend ist und zum Social-Media-Management gehört. Daher möchte ich Dir für das bessere Verständnis vorab einige Grundlagen mitgeben. Natürlich kannst Du sofort zu den gewünschten Kennzahlen für das Reporting von Social Media springen.
Inhaltsverzeichnis zum Thema: Welche Kennzahlen existieren für das Reporting von Social Media?
Dich erwarten in diesem Artikel folgende Schwerpunkte:
- Warum sind diese Kennzahlen für Social Media so wichtig für Dich?
- Die Vielfalt der Kennzahlen für einen Social-Media-Reportingbericht
- Die wichtigsten KPIs und Kennzahlen für das Reporting von Social Media
- Fazit zu den Kennzahlen, die für das Reporting von Social Media existieren
Warum sind diese Kennzahlen für Social Media so wichtig für Dich?
Wenn Du Social Media im Business-Umfeld verantwortest, dann weißt Du um den enormen Aufwand [1]. Dafür benötigst Du (genau wie wir) Ressourcen. Da diese Ressourcen knapp sind, müssen über ihre Verwendung immer wieder Entscheidungen getroffen werden.
Zum Beispiel kannst Du Dich fragen: Soll ich jetzt für das Ziel von diesem Social-Media-Post ein Bild (Image Post), ein Carousel (mehrere Bilder) oder ein Video erstellen?
Vorher ist meiner Meinung nach diese berechtigte Frage schwierig zu beantworten. Denn dafür müsste ich alle Einflussfaktoren kennen und beeinflussen können. Oder so viele Ressourcen besitzen, dass ich locker mit ihnen umgehen kann. In der Praxis klappt dies kurzfristig bestimmt hin und wieder. Jedoch, mittel- bis langfristig kommt dann doch der „Rotstift“ um die Ecke und verlangt einen bewussten Umgang mit den Ressourcen im Unternehmen.
Daher finde ich es im Rahmen des Social-Media-Managements [2] sehr wichtig, seine Kennzahlen zu kennen. Genauso halte ich das Analysieren und Optimieren für eine erfolgreiche Social-Media-Strategie [3] sehr wichtig.
Die Vielfalt der Kennzahlen für einen Social-Media-Reportingbericht
Einerseits existieren Kennzahlen für die organischen Maßnahmen auf Social Media. Dies beinhaltet, dass Du kein Kampagnenbudget für Werbemaßnahmen einsetzt. Gleichzeitig unterliegen Deine Social-Media-Posts dem Algorithmus der jeweiligen Plattform. Demgegenüber stehen Kennzahlen für Deinen Paid-Content auf Social Media zur Verfügung. Damit sind Deine typischen Social-Media-Kampagnen gemeint, bei denen Du ein Werbebudget für konkrete Social Ads einsetzt.
Absolute vs. relative Kennzahlen
Ferner unterteilen sich die Kennzahlen in:
- absolute Zahlen (z. Bsp. Fananzahl) und
- relative (Verhältnis-) Zahlen (z. Bsp. Engagement-Rate).
Während die Plattformen zum größten Teil Dir absolute Zahlen liefern, sind die relativen Zahlen meistens selbst zu erstellen. Zum Beispiel willst Du wissen, wie viele Impressions benötigst Du, um einen neuen Fan zu gewinnen.
Social-Media-Kennzahlen mit starker Bekanntheit vs. „anstrengende und unbekannte Kennzahlen“
Weiterhin kennst Du bestimmt selbst das Phänomen, dass bestimmte Kennzahlen in der Öffentlichkeit eine sehr starke Aufmerksamkeit besitzen. Während dessen andere Kennzahlen eher kaum Aufmerksamkeit besitzen, da sie zum Teil sehr individuell sind oder Expertise für Zusammenhänge benötigen, die nicht jeder weiß bzw. wissen will.
Unterteilung der Kennzahlen in grobe Zielkategorien
Ferner bietet sich eine Unterteilung der Kennzahlen (Social-Media-KPIs) für:
- Bekanntheitsmessung,
- Interaktionen,
- Conversions,
- Social Commerce,
- Community und
- Kundenservice
für Dein Social-Media-Reporting an. Damit zeigt sich an dieser Stelle bereits der Umfang und die Komplexität von einem professionellem Social-Media-Reportingbericht: Welche passenden Kennzahlen für das Reporting von Social Media benötige ich wirklich?
Auf diesen einen Aspekt müssen wir uns noch kurz fokussieren: Was ist der Unterschied zwischen KPIs und Kennzahlen für Social Media?
Eine Kennzahl (Metrik) für Social Media ist ein reiner Datenwert, zum Beispiel Reichweite, Anzahl der Kommentare oder Likes. Dagegen ist ein KPI eine Kennzahl, die bewusst mit einem konkreten Geschäftsziel verknüpfen ist. Dadurch bist Du viel besser in der Lage, den Fortschritt Deiner Social-Media-Maßnahmen in Richtung dieses konkreten Ziels anhand von Daten messbar zu verdeutlichen.
Eine weitere Einteilung der Kennzahlen aus Sicht der Social-Media-User
Für ein anderes Verständnis der Kennzahlen für das Reporting von Social Media dient diese Einteilung:
- Passiv: Der Social-Media-User empfängt lediglich einen Beitrag; z. B. Reichweite, Impressionen.
- Aktiv: Ein User setzt sich mit dem Social-Media-Post aktiv auseinander; z. B. liken, kommentieren, speichern, teilen, Profil besuchen usw.
Nachdem wir uns mit diesen vielen Details beschäftigt haben, folgenden endlich die Kennzahlen für Social Media.
Die wichtigsten KPIs und Kennzahlen für das Reporting von Social Media
Fangen wir wohl mit den bekanntesten Kennzahlen an, die auch (und nicht nur in) Social Media zum Einsatz kommen.
Obgleich die ersten beiden Kennzahlen für das Reporting von Social-Media-Maßnahmen sehr bekannt sind, führen sie anfänglich zu Schwierigkeiten. Desto wichtiger ist deren Unterschied und ihre Bedeutung zu kennen. Möglicherweise hilft Dir die genaue Kenntnis beim Präsentieren von Deinem Social-Media-Reportingbericht. Tatsächlich verbergen sich hinter diesen beiden ersten, bekannten Kennzahlen verschiedene Ziele, die selbst bei Kampagnen und Paid-Content sehr wichtig sind.
Impressionen
Zuerst gleich eine Eselsbrücke für Dich: Impressionen (engl. Impressions) sind absolute Zahlen und entsprechen der „klassischen Brutto-Reichweite“. Denn die Impressionen von einem Social-Media-Post geben an, wie oft Dein Beitrag (Post) im Feed angezeigt wurden ist. Gegenüber der Reichweite (die folgende Kennzahl) ist dieser Wert in der Regel höher als die Reichweite. Im Grunde genommen zeigen die Plattformen einen Social-Media-Post ein und derselben Person mehrfach.
Jetzt stellt sich unweigerlich eine Frage in den Raum: Wie definieren die sozialen Netzwerke eine Impression?
Anhand von dem sozialen Business-Netzwerk LinkedIn erhalten wir wichtige Einblicke: Impressions gibt an, wie oft ein Beitrag mindestens 300 Millisekunden lang zu mindestens 50 % des Beitrags auf einem Gerätedisplay oder in einem Browserfenster eines (eingeloggten) Mitglieds angezeigt wurde [4].
Sind höhere Impressionen (Impressions) sehr gut?
Bestimmt kennst Du diese Fragen ebenso: Sind hohe Impressionen bei einem Social-Media-Post sehr gut oder extrem schlecht?
Wie so üblich liegt es am Ziel von dem Social-Media-Beitrag. Willst Du, dass die Menschen Deine Botschaft in einem konkreten Post wirklich sich merken und damit später wieder abrufen, dann lautet meine Antwort: Sehr gut! Entsprechend bei dem Gegenteil, wenn Du so viele Menschen wie nur möglich erreichen willst (Ziel: Reichweite), dann spielt eine hohe Impressions meiner Meinung nach keine Rolle.
Reichweite
Unter der Reichweite von einem Beitrag auf den sozialen Netzwerken sind die Menschen gemeint, die einen Social-Media-Post ein Mal gesehen haben. Die Reichweite entspricht der „klassischen Netto-Reichweite“.
Ein Tipp für Dich: Sowohl die Impressions als auch die Reichweite findest Du in Deinem Business-Account als Gesamtwerte (Gesamt-Impression, Gesamt-Reichweite).
Ist eine hohe Reichweite wichtig?
Die schnelle und kurze Antwort auf diese Frage lautet: ja. Zwar ist die Reichweite wichtig, aber meiner Meinung nach nicht sehr wichtig. Wichtig ist die Reichweite aus diesem Grund, dass sie die Basis für alle anderen Kennzahlen dient.
Stell Dir die folgende Situation vor: Wie soll jemand auf einer Social-Media-Plattform einen Post liken oder kommentieren, wenn er diesen Post über nicht sieht?
Erwähnungen
Diese aktive Kennzahl zeigt, dass ein Account auf einem sozialen Netzwerk in einem Social-Media-Beitrag bewußt zum Einsatz kam. Eine Erwähnung (engl. Mention) ist eine Verlinkung auf einer Social-Media-Plattform zu einem Social-Media-Account.
Sind Erwähnungen eine starke Kennzahl?
Dies kommt darauf an. Einerseits sind sie grundsätzlich ein Kompliment ihrer Fans. Andererseits hilft eine sehr hohe Anzahl an Erwähnungen für das Reputationsmanagement. Ferner bietet Dir diese Kennzahl einen sehr besonderen Einblick. Denn, je höher die Anzahl der Erwähnungen in einer bestimmten Zeit sind, desto attraktiver ist Deine Marke für Deine Fans und Zielgruppe auf Social Media.
Shares bzw. Reposts
Jene aktive Kennzahl spielt auf manchen Social-Media-Plattformen für den Algorithmus eine bedeutende Rolle. Unter der Kennzahl Shares oder Reposts findest Du die Angabe, wie oft konkrete Beiträge geteilt wurden. Dabei beeinflussen die Shares bzw. Reposts die Reichweite und Impressions von dem selben Post.
Ist eine hohe Anzahl an Shares bzw. Reposts bei einem Post sehr gut?
Grundsätzlich gilt für die Shares bzw. Reposts: Je höher diese Kennzahl ist, desto besser. Vor allem sind Shares bzw. Reposts sehr förderlich, wenn Du Deine Reichweite steigern willst.
Kommentare
Diese Anzahl gibt Dir an, wie groß die Menge an Antworten (Kommentare) auf einen Social-Media-Post ist.
Gilt für Kommentare: Je mehr, desto besser?
Einerseits ist eine hohe Anzahl an Kommentaren bei einem Social-Media-Beitrag sehr gut. Zeigt doch diese aktive Kennzahl ein starkes Interesse der Menschen an dem Inhalt und der Botschaft von einem Beitrag. Andererseits ist die Qualität der erhaltenen Kommentare entscheidend. Je mehr sinnvolle Kommentare ein Social-Media-Beitrag erhält, desto mehr muss darauf agiert werden.
Likes
Obwohl die Likes eine aktive Kennzahl sind und zeigen ein „leichtes“ Interesse an Deinem Beitrag. Du solltest diese bekannte Kennzahl zwar erfassen, aber von der Wertigkeit sind andere Kennzahlen sinnvoller.
Fazit zu den Kennzahlen, die für das Reporting von Social Media existieren
Zuerst empfehle ich Dir ein Set-up für Deine Reporting für Social Media. Ferner finde ich eine empfehlenswerte Idee, Deine Daten je Post (Image, Carousel, Story, Reel, usw.) und auf Basis von Deinem Konto zu erfassen. Ja, dies ist aufwändig im Business-Alltag.
Welche Kennzahlen Du am Ende erfasst, liegt wohl an den internen Vorgaben. Selbst, wenn Du keine Vorgabe hast, dann empfehle ich Dir für Deine eigene Entscheidungen das Erfassen aller Daten. Diese liefern zum Teil die Social-Media-Plattform. Am Besten ist es, wenn Du Dir diese Daten als csv-Datei exportierst und speicherst.
Quellenangaben
Für die folgenden Quellenangaben gilt der Stand vom 17. August 2026:
[1] Wie lange dauert das Erstellen von einem Social-Media-Post?
[2] Social-Media-Management für mittelständische Unternehmen
[3] Phase 1 der Social-Media-Strategie: Analyse als Fundament für Deinen Social-Media-Erfolg als B2B-Unternehmen
[4] Inhaltsanalysen für Ihre LinkedIn-Seite