Die vielfältigen Aufgaben im Social-Media-Management unterschätzen viele Unternehmen. Einerseits kennen viele Social Media aus dem privaten Bereich und meinen, dieses Vorgehen 1 zu 1 auf das professionelle Social-Media-Management im unternehmerischen Kontext anzuwenden. Social Media im Privaten wie im Business haben eine starke Gemeinsamkeit: Sie „arbeitet“ mit Menschen. Andererseits finden sich in den klassischen Medien zahlreiche Berichte über das Influencer-Business. Beider führt am Ende meiner Meinung nach zu einem verzerrten Bild über Social Media für Unternehmen.
Bedeutender Unterschied zwischen den 3 unterschiedlichen Akteuren auf Social Media
Bevor wir uns gleich den Aufgaben im Social-Media-Management für Unternehmen widmen, beantworte ich vorher noch diese Frage: Woran liegt der Unterschied zwischen diesen 3 Gruppen (Privatperson, Influencer bzw. Creator und Unternehmen) auf Social Media?
Was Privatpersonen auf Social Media dürfen und wir als Unternehmen wohl nicht
Die Unterschiede sind verschiedener Art. Zuerst besitzen wir alle als Privatperson andere rechtliche Restriktionen auf Social Media gegenüber der Influencer bzw. Creator und Unternehmen. Zum Beispiel wirkt für uns Unternehmen das Wettbewerbsrecht, die EU-DSG-VO, der Verbraucherschutz usw. wesentlich strikter als für eine Privatperson. Während Privatperson auf Social Media fast jede Musik problemlos nutzen dürfen, müssen wir als Unternehmen sehr vorsichtig sein. Aktuelle Medienberichte über Gerichtsverfahren zu der falschen kommerziellen Nutzung von Musik auf Social Media dienen dafür als ein Beispiel.
Weiterhin besitze ich als Privatperson kein Corporate Design [1], keine Abteilungen wie Marketing, Vertrieb usw. oder mehrere Standorte. Ebenso unterliege ich als Privatperson keinen Kennzahlen für Social Media [2] oder muss über die eingesetzten Ressourcen [3] Rechenschaft ablegen. Aber all dies gehört zum Alltag und zu den Aufgaben in einem erfolgreichen und professionellen Social-Media-Management.
Daher widme ich mich jetzt diesen vielfältigen Aufgaben.
Inhaltsverzeichnis zum Thema: Social-Media-Management beinhaltet all diese Aufgaben
Dich erwarten in diesem Artikel folgende Schwerpunkte:
- Allgemeine Grundlage von einem professionellen Social-Media-Management
- Analysen und Audits durchführen für das eigene Social-Media-Management
- Ziele für das Management rund um Social Media definieren als weitere Aufgabe
- Social-Media-Maßnahmen managen als weitere Aufgabe im Social-Media-Management
- Social-Media-Maßnahmen managen als weitere Aufgabe im Social-Media-Management
- Fazit über all die Aufgaben im Social-Media-Management
Allgemeine Grundlage von einem professionellen Social-Media-Management
Social-Media-Management für Unternehmen umfasst die strategische, operative und analytische Betreuung von einem oder mehreren Unternehmensauftritten auf Social Media. Dabei geht es nicht nur um das Veröffentlichen von Social-Media-Posts, sondern um einen optimalen, durchgängigen Prozess rund um Social Media. Vielmehr verfolgt das Social-Media-Management Ziele wie Sichtbarkeit und Vertrauen zu steigern sowie messbare Ergebnisse zu liefern.
Analysen und Audits durchführen für das eigene Social-Media-Management
Eine der Aufgaben ist das Durchführen von Analysen [4] für Deine Social-Media-Strategie. Dafür bietet sich die sehr bekannte SWOT-Analyse an [5]:
Quelle: webpixelkonsum (SWOT-Analyse als vollständiges Modell)
Ferner gehört zu dieser Aufgabe ein regelmäßiger Audit all der Unternehmensauftritte auf Social Media [6]. Damit gewährst Du für Dein Unternehmen laufend eine hohe Qualität auf Social Media.
Ziele für das Management rund um Social Media definieren als weitere Aufgabe
Neben der Durchführung von Analysen und Audits gehört zu den Aufgaben im Social-Media-Management die Zieldefinition für Social Media. Förderlich ist das Definieren seiner Ziele als sogenannte SMART-Ziele [7]:
Quelle: webpixelkonsum (SMART-Ziele definieren für Social Media)
Mit der Definition Deiner Social-Media-Ziele weißt Du, was Dein Unternehmen mit Social Media erreichen will. Mögliche Ziele für Social Media sind:
- höhere Markenbekanntheit generieren,
- Positionierung auf den sozialen Netzwerken stärken,
- 100%-iger Informationsstand bei den Fans und der Zielgruppe auf Social Media über das eigene Leistungsangebot als Basis für Social Commerce und Umsatz gewährleisten,
- Unterstützung des Vertriebs für mehr qualifizierte Anfragen und Leads [8],
- Positionierung als Branchenexperte von Entscheidern und eigenen Mitarbeitern,
- Gewinnen neuer Mitarbeitender,
- bessere Kommunikation mit Partnern und Bewerbern,
- stärkere und intensivere Kundenbindung [9, 10],
- konkrete Anzahl an neuen Kunden und damit konkreten Umsatz per Social Media,
- intensive Konkurrenzbeobachtung.
Social-Media-Reporting halten wir von webpixelkonsum für den optimalen Einsatz von Ressourcen in einem professionellen Social-Media-Management notwendig.
Social-Media-Maßnahmen rund um die Beiträge managen als weitere Aufgabe im Social-Media-Management
Im ersten Moment klingt diese Aufgabe im Social-Media-Management unscheinbar. Denn oft höre ich im Alltag, dass ein Post für Social Media zügig erstellt ist. Wenn es dabei wirklich nur um das Post erstelle und publizieren handelt, dann stimmt dies. Jedoch reden wir hier von Social Media für Unternehmen. Endsprechend existieren strategische Anforderungen. Diese müssen mit all den anderen Abteilungen koordiniert werden. Damit kommen die eigenen Ressourcen optimal zum Einsatz. Parallel stellen die auftretenden Synergieeffekte einen starken Hebel dar.
Anforderungen rund um einen Social-Media-Beitrag als Unternehmen
Wie umfangreich im operativen und strategischen Social-Media-Management diese Aufgabe ist, findest Du in diesem Artikel [11] und dieser Grafik:
Quelle: webpixelkonsum (12 Aufgaben für das Erstellen von einem Social-Media-Post)
Weiterhin gehört zu dieser Aufgabe, die im Social-Media-Management eine der herausforderndsten ist, die stetige Optimierung. Dazu gehören stets folgende Fragen beantworten zu können:
- Was ist das konkrete Ziel von dem zu publizierenden Beitrag auf Social Media?
- Welcher Hook [12] liefert mir für das definierte Ziel das beste Ergebnis?
- Welches Content-Format [11] unterstützt mein Ziel?
- Welche Restriktionen existieren auf den eingesetzten sozialen Plattformen, die meinem Ziel negativ gegenüber stehen und man damit vermeiden muss?
- Welcher Zeitpunkt [13] ist ideal für mein Ziel?
- Welche Themen bespielen unsere Konkurrenten in den sozialen Medien wie LinkedIn, Instagram, TikTok, YouTube usw.?
- Bietet sich für das ausgewählte Ziel eine Kombination von organischem Content und Paid Content (Social Ad [14]) zur besseren Erreichung des Ziele an?
- Soll dieser Beitrag terminiert oder doch in Echtzeit publiziert werden, um das geforderte Ziel bestens zu erfüllen?
- Soll der Post direkt auf der Social-Media-Plattform veröffentlich werden oder eher über unser eingesetztes Tool für unser Social-Media-Management [15]?
- Wenn ein Video zum Einsatz kommt: Wie soll das Video mit seiner Geschichte strukturiert sein [16]?
- Welches Storytelling nutze ich für das Ziel [17]?
- Sind unsere Inhalte auf die Fragen unserer Zielgruppe im Kaufprozess abgestimmt?
Unter dem Strich zeigen all diese Fragen die Komplexität in der strategischen Nutzung von Social Media?
Weitere Aufgaben rund um die Beiträge
Viele Menschen denken, dass Social Media statisch ist. Dabei unterschätzen diese, dass auf den sozialen Netzwerken Menschen mit unterschiedlichen Zielen zu verschiedenen Zeiten aktiv sind [18]. Dies erschwert im operativen Tagesgeschäft die exakte Voraussage der Ergebnisse von einem Beitrag auf den Social-Media-Plattformen.
Ferner gehören zu den Aufgaben in diesem Bereich natürlich noch folgende Schwerpunkte:
- Welche Themen sind zu welchen Zeitpunkten zu bespielen?
- Welche Prioritäten (Muss [A], Soll [B], Kann [C]) besitzen diese Themen im Zusammenspiel mit der Unternehmensstrategie in der nahen Zukunft?
- Wie gestaltet sich daraus der Redaktionsplan für Social Media?
- Welchen Freigabeprozess soll für welches Thema einzuhalten sein [19]?
- Welche laufenden Möglichkeiten besitzen wir im Unternehmen zum Optimieren zur Themen- und Redaktionsplanung sowie rund um den Freigabeprozess?
Social-Media-Maßnahmen rund um die Fans und Community managen
Da Social Media für Unternehmen keine Einbahnstraße sein sollte, gilt der Dialog in den sozialen Netzwerken mit seinen Fans und seiner Community ein besonderer Augenmerk. Denn ein Unternehmen veröffentlicht (wenn möglich regelmäßig) Inhalte. Dadurch tritt es gleichzeitig mit seiner Community und seines Fans in Dialog. Daher gehört im Social-Media-Management bezüglich des Community-Management folgende Aufgaben:
- Kommentare beantworten; wenn möglich umgehend und jeden Kommentar,
- Offene Fragen klären,
- Diskussionen — auch die lebhaften — moderieren,
- Private Nachrichten bearbeiten und beantworten,
- Relevante Beiträge beobachten,
- Erhaltene Kritik professionell aufnehmen und sachlich klären,
- Chancen für Gespräche erkennen und nutzen.
Tempo ist hier besonders wichtig
Dabei spielt die Geschwindigkeit eine große Rolle. Denn schnelle, zeitnahe und sachliche Reaktionen stärken das Vertrauen in Dein Unternehmen. Jenes Vertrauen ist das Fundament für Umsatz, denn jedes Unternehmen benötigt. Ebenso sollten kritische Kommentare beachtet werden und gezielt sachlich gelöst werden. Darin steckt meiner Meinung nach für Unternehmen und ihre Reputation enormes Potenzial. Bisher ist mir noch kein Unternehmen bekannt, welches durch einen Shitstorm in den sozialen Netzwerken insolvent gegangen ist. Zielführend im Umgang mit den Fans und der Community sind klare Regeln und einen abgestimmten Ton. Damit dies jeder Zeit vorhanden ist, gehören zu dieser Aufgabe regelmäßige Schulungen und eine interne, starke Sensibilisierung aller Mitarbeitenden im Team.
Kampagnen realisieren Social-Media-Maßnahmen managen als weitere Aufgabe im Social-Media-Management
Die folgende Aufgabe — Social-Media-Kampagnen managen — ist eine solch komplexe Aufgabe, dass ich nur kurz darauf eingehe. In der Praxis erfordert diese Aufgabe neben Know-how über die jeweilige Plattform und ihren Kampagnen-Manager ebenso ein Zusammenspiel aller Abteilungen im Unternehmen.
Synergieeffekte im Zusammenspiel mit anderen Abteilungen
Vor allem in diesem Zusammenspiel ergeben sich meiner Meinung nach in der Praxis enorme Synergieeffekte. Einerseits sind diese Synergieeffekte direkt zu messen wie steigern von Umsatz, gewinnen von Newsletter-Abonnenten. Andererseits wirken sie indirekt und kaum messbar; also vorbeugend. Zum Beispiel bei dem Verkauf eines Produktes. Befinden sich all Muss- und Kann-Produktinformationen in Deinem Online-Shop am richtigen Ort, dann erhält Dein Kundenservice keine unnötigen (und eventuell kritische) Anfragen. Entsprechend entlastet eine professionelle Planung von einer Social-Media-Kampagne Deinen Kundenservice, ohne dass dieser es jemals nachweisen kann.
Schließlich gehört zu den Aufgaben rund um Kampagnen auf Social Media die Kenntnisse all der Anzeigenformate wie dieses Whitepaper verdeutlicht:
Lade Dir das Whitepaper als pdf-Datei zu den aktuellen Bildgrößen und Werbeanzeigen auf Social Media herunter, ohne Deine Mail-Adresse angeben zu müssen! Darin findest Du noch weitere Tipps und Anregungen.
Ergebnisse mittels Social-Media-Reporting als weitere Aufgabe im Social-Media-Management
Ob eine Social-Media-Kampagne oder die laufenden Maßnahmen: Sie müssen erfasst und die Daten analysiert werden. Zwar hilft dabei immer mehr künstliche Intelligenz im Tagesgeschäft. Dennoch müssen die Daten erfasst und überprüft werden für das Social-Media-Reporting.
Fazit über all die Aufgaben im Social-Media-Management
Wie beim Fussball so auch bei Social Media: Jeder will mitsprechen. Dabei unterschätzen sehr viele den Aufwand für eine erfolgreiche Social-Media-Strategie. Daher sprechen viele Argumente für den Einsatz von professionellen Mitarbeitenden in Deinem Social-Media-Team. Neben all diesen Aufgaben bin ich der Meinung, gehört als weitere Aufgabe im Social-Media-Management über politische, rechtliche, ökonomische und ökologische Trends und Entwicklungen stets aktuell zu sein. Damit zeigt sich mir die enorme Verantwortung, denn Social Media ist ein Kommunikationskanal ohne einen menschlichen Filter. Zur falschen Zeit die unpassende Aussage publiziert zu haben, kann Umsatzrückgang bewirken.
Nutze unser Know-how rund um das Social-Media-Management
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Quellenangaben
Für die folgenden Quellenangaben gilt der Stand vom 21. August 2026:
[1] Corporate Identity: Ihre Bedeutung und Instrumente wie das Corporate Design sowie Ihr Nutzen
[2] Social-Media-Reporting: Welche Kennzahlen existieren für das Reporting von Social Media?
[3] Ressourcen für das Social-Media-Management in Unternehmen
[4] Phase 1 der Social-Media-Strategie: Analyse als Fundament für Deinen Social-Media-Erfolg als B2B-Unternehmen
[5] SWOT-Analyse: Instrument für erfolgreiches Marketing und Social Media
[6] Social-Media-Audit: Von der IST-Situation zur gewünschten SOLL-Situation
[7] SMART-Ziele im Marketing sind eigenartig und doch wichtig
[8] Prozesse im Lead Management
[9] ABC-Kundenanalyse im B2B-Marketing: Mit der ABC-Analyse Kunden segmentieren
[10] Kundenerlebnis und Social Media: Ein extrem starker Hebel für mehr Umsatz
[11] Wie lange dauert das Erstellen von einem Social-Media-Post?
[12] Visual Hooks für erfolgreiche Videos auf LinkedIn, Instagram & Co.
[13] Social-Media-Post erstellen: Viele Tipps für Dich
[14] Werbeaufwendungen und Werbebudget für eine Werbekampagne auf Social Media wie LinkedIn, Instagram, TikTok oder YouTube
[15] Agorapulse: Social-Media-Management-Tool vorgestellt mit Einblicken
[16] TikTok-Framework hilfreich für Deinen Social Content auf Instagram & Co.
[17] Storytelling auf Social Media als wichtige emotionale Verstärkung seiner Botschaften an seine Fans
[18] Anforderungen der Fans im Social-Media-Management
[19] Freigabe-Prozess für Social Content im Social-Media-Management